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Neugierig in neue Gefilde

Neugierig in neue Gefilde

Sonderpädagogisches Förderzentrum An der Bärenschanze

Monika Danninger war bis Anfang diesen Jahres nicht unbedingt ein Profi in Sachen Online-Unterricht. Aber sie hat sich in das Thema hineingefuchst und ist froh darüber: „Die Kinder haben sich sehr gefreut, mich online zu sehen.“ Ab März hat sie MUBIKIN online in die ersten und zweiten Klassen des Förderzentrums in der Knauerschule gebracht.

„Mir war wichtig, dass die Kinder einen positiven emotionalen Anschluss haben und ich den Kontakt halten kann“, sagt Danninger. Mit ihren Angeboten versuchte sie, an die jeweiligen Lerninhalte in den Klassen anzuknüpfen. Nicht nur dafür sei besondere Flexibilität gefragt gewesen. Denn im Förderzentrum waren die Unterrichtsvarianten vielfältig. 

Zeitweise sei die Musikpädagogin über eine Online-Plattform ins Klassenzimmer zugeschaltet gewesen. Dann habe es nur Distanz-Unterricht gegeben. „Die Kinder freuen sich total, wenn das dann klappt“, sagt sie. Und die Kinder wurden kreativ. Eine zweite Klasse hat zu ihrem „Kuckuck“-Rap ein Video gemacht und ihr geschickt. Phasenweise seien die Kinder in Zweiergruppen unterrichtet worden, da sei sie für jeweils 20 Minuten dazugekommen. Im Förderzentrum sei der persönliche Kontakt noch wichtiger als anderswo, genauso wie der intensive Austausch zwischen Lehrkraft und Musikpädagogin.

Die neuen Möglichkeiten der Online-Welt schätzt Danninger sehr. Vorher habe sie zwar auch Material gesammelt und den Lehrkräften zur Verfügung gestellt. Aber mit Hilfe von Padlet (einer Art Online-Regal) sei das viel einfacher für alle Beteiligten, weshalb sie das auch über Corona hinaus nutzen werde. Vor allem aber habe sie über die Online-Plattform eine direkte Rückmeldung der Kinder bekommen.

Screenshot von Monika Danningers Padlet

Danningers Fazit: „Das bringt deutlich mehr als nichts zu machen“, auch wenn es kein vollwertiger Ersatz sei. Zumindest eines der Kinder sah das wohl schon beim ersten Online-Wiedersehen so. Nach der ersten Freude fragte es: „Wann sehen wir uns in echt wieder und tanzen und singen?“

Georg Voeske, Klassenlehrer der 2a, sieht MUBIKIN in Zeiten des Distanzunterrichts mehr denn je als positive Abwechslung: 
„Distanzunterricht war für die meisten Schüler keine leichte Aufgabe. Das Einlassen auf ein neues Unterrichtsformat und eine viel höhere Erwartung an die Selbstständigkeit sind bekannte Probleme. Hinzukam außerdem, dass sich die Inhalte auf die Kernfächer Mathe und Deutsch konzentrierten und die Aufgaben damit stark „arbeitsblatt-orientiert“ waren.

Ein Grund mehr für die Schüler, sich wöchentlich auf den MUBIKIN-Unterricht zu freuen. Per Online-Livestream direkt ins Klassenzimmer gab es einen musikalischen Input und immer wieder die Möglichkeit, mit aktiven Angeboten wie Tanzen oder Singen die Unterrichtsstruktur aufzulockern. So wurden Rap-Texte einstudiert und umgesetzt, Body-Percussion geübt oder der Flug einer Hummel musikalisch abgebildet und angehört. Für die Schülerinnen und Schüler immer wieder ein Highlight im Wochenplan.

Wer nach der Stream-Stunde noch mehr Lust auf musikalische Themen hatte, bekam durch ein Padlet noch mehr Anregungen für die Tage zuhause. Die Padlets wurden, angelehnt an den Unterricht, immer wieder mit neuen Ideen zum Anhören, Mitsingen und Ausprobieren zuhause gefüllt. Somit musste nicht auf die nächste MUBKIN-Stunde gewartet werden und die ganze Familie konnte zuhause an den Inhalten des Unterrichts teilhaben.“

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